Stand: 5. April 2026

Angebot ausschließlich für Unternehmer im Sinne des § 14 BGB.

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) – restauratoren.app

B2B-Fassung

Stand: 5. April 2026


§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die Nutzung der webbasierten Plattform restauratoren.app (nachfolgend „Plattform“), bereitgestellt von:

Jörg Breitenfeldt | Büro für Restaurierung Berlin
Straßburger Str. 55 (Königsstadt-Brauerei, Haus F)
10405 Berlin
E-Mail: info@restauratoren.app
(nachfolgend „Anbieter“)

(2) Das Angebot der Plattform richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen (nachfolgend zusammen „Kunde“). Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne von § 13 BGB ist ausgeschlossen.

(3) Der Kunde versichert mit Registrierung, Buchung oder Nutzung der Plattform, bei Abschluss des Vertrags in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit zu handeln.

(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt hat. Dieses Zustimmungserfordernis gilt in jedem Fall, auch dann, wenn der Anbieter in Kenntnis der Geschäftsbedingungen des Kunden Leistungen vorbehaltlos erbringt.


§ 2 Vertragsgegenstand

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden über die Plattform webbasierte Softwaremodule für die Restaurierungsdokumentation im Modell Software-as-a-Service (SaaS) zur Verfügung. Maßgeblich für den geschuldeten Leistungsumfang sind der jeweils gebuchte Plan sowie die bei Vertragsschluss gültige Leistungsbeschreibung auf der Website oder im Buchungsprozess.

(2) Die Plattform kann insbesondere Module für Stratigrafie, Raumbuch, Medienbibliothek, Kartierung, Materialanalyse, Befundauswertung, Klima-Rechner, Protokolldatenbank, Erhaltungs- und Wartungsdatenbank, Projektzeiterfassung sowie weitere dokumentationsbezogene Funktionen umfassen. Der konkrete Funktionsumfang richtet sich nach dem gebuchten Plan.

(3) Die Plattform enthält KI-gestützte Funktionen, insbesondere zur Formulierungs- und Berichtserstellung. KI-generierte Inhalte dienen ausschließlich als Entwurf oder Arbeitshilfe. Die fachliche, inhaltliche und rechtliche Prüfung aller Ergebnisse obliegt allein dem Kunden.

(4) Der Anbieter schuldet keine Restaurierungsleistungen, keine gutachterliche Bewertung und keine fachliche Einzelfallberatung. Die Plattform ist ein digitales Dokumentationswerkzeug.


§ 3 Vertragsschluss, Registrierung und Testphase

(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt noch kein bindendes Angebot dar.

(2) Der Vertrag kommt zustande, sobald der Kunde einen kostenpflichtigen Plan bucht oder der Anbieter eine Registrierung bzw. Buchung freischaltet oder bestätigt.

(3) Der Anbieter kann eine kostenlose Testphase gewähren. Umfang und Dauer der Testphase bestimmen sich nach dem jeweils kommunizierten Angebot.

(4) Nach Ablauf der Testphase endet der Testzugang automatisch, sofern kein kostenpflichtiger Vertrag geschlossen wird.

(5) Gibt der Kunde während der Testphase Daten in die Plattform ein, kann der Anbieter diese nach Ablauf der Testphase für einen Zeitraum von bis zu 30 Tagen vorhalten, um dem Kunden bei anschließendem Vertragsschluss eine Reaktivierung zu ermöglichen. Nach Ablauf dieser Frist dürfen die Daten gelöscht werden, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.


§ 4 Leistungen, technische Bereitstellung und Weiterentwicklung

(1) Der Anbieter stellt die Plattform in ihrer jeweils aktuellen Version über das Internet bereit.

(2) Eine bestimmte Verfügbarkeit wird nur geschuldet, wenn sie ausdrücklich vereinbart wurde. Ohne gesonderte Vereinbarung schuldet der Anbieter keine ununterbrochene oder fehlerfreie Verfügbarkeit.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, die Plattform unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen des Kunden weiterzuentwickeln, anzupassen und technisch zu verändern, soweit dadurch der vertraglich vorausgesetzte Kernnutzen des gebuchten Plans nicht unzumutbar beeinträchtigt wird.

(4) Wartungsfenster, Sicherheitsupdates, Kapazitätsgrenzen, Störungen von Telekommunikationsverbindungen sowie sonstige technische Umstände außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters können die Nutzbarkeit vorübergehend einschränken.

(5) Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, die technischen Voraussetzungen für den Zugriff auf die Plattform vorzuhalten, insbesondere Internetverbindung, aktuelle Browserumgebung und geeignete Endgeräte.


§ 5 Preise, Zahlung, Abrechnung und Preisänderungen

(1) Es gelten die bei Vertragsschluss vereinbarten Preise. Sämtliche Preise verstehen sich als Nettopreise zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.

(2) Die Abrechnung erfolgt, soweit nicht anders vereinbart, monatlich oder jährlich im Voraus.

(3) Die Zahlung erfolgt über die im Bestellprozess angebotenen Zahlungsmethoden, insbesondere über den Zahlungsdienstleister Stripe. Ergänzend gelten die Nutzungsbedingungen des jeweiligen Zahlungsdienstleisters im Verhältnis zwischen Kunde und Zahlungsdienstleister.

(4) Gerät der Kunde mit fälligen Zahlungen in Verzug, ist der Anbieter nach vorheriger Mahnung und angemessener Fristsetzung berechtigt, den Zugang zur Plattform bis zum vollständigen Zahlungsausgleich vorübergehend zu sperren. Weitergehende gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt.

(5) Der Anbieter ist berechtigt, die Vergütung mit Wirkung für zukünftige Abrechnungszeiträume anzupassen, wenn und soweit sich für die Leistungserbringung maßgebliche Kostenfaktoren ändern, insbesondere Kosten für Hosting, Rechenzentrumsleistungen, Softwarelizenzen, KI-Dienste, Personal, Support, Sicherheit oder sonstige Drittleistungen. Preisänderungen werden dem Kunden mindestens 6 Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform angekündigt.

(6) Beträgt die Preiserhöhung mehr als 10 % gegenüber der zuletzt geltenden Vergütung, kann der Kunde den Vertrag mit Wirkung zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preisanpassung außerordentlich kündigen. Die Kündigung muss innerhalb von 4 Wochen nach Zugang der Mitteilung erklärt werden.


§ 6 Zusatzleistungen

(1) Onboarding, Schulungen, Datenübernahmen, Workshops, Individualanpassungen und sonstige Zusatzleistungen sind nur geschuldet, wenn sie gesondert vereinbart wurden.

(2) Zusatzleistungen werden gesondert vergütet, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist.


§ 7 Nutzungsrechte, Kundendaten und Export

(1) Der Kunde behält sämtliche Rechte an den von ihm eingestellten, hochgeladenen oder erzeugten Inhalten und Daten.

(2) Der Kunde räumt dem Anbieter für die Dauer des Vertrags das nicht ausschließliche Recht ein, die Kundendaten zu speichern, zu vervielfältigen, zu verarbeiten, zu übermitteln und zugänglich zu machen, soweit dies für die Bereitstellung der Plattform, die Durchführung des Vertrags, Supportleistungen, Fehleranalyse, Sicherheitsmaßnahmen, Datensicherung, Berichterstellung und die Nutzung vereinbarter Funktionen erforderlich ist.

(3) Soweit die Plattform Exportfunktionen vorsieht, kann der Kunde seine Daten im dort jeweils angebotenen Umfang exportieren.

(4) Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien vor oder mit Beginn der Verarbeitung eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, soweit dies rechtlich erforderlich ist.


§ 8 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde ist verantwortlich für die Rechtmäßigkeit, Richtigkeit und Vollständigkeit der von ihm eingestellten Inhalte und Daten.

(2) Der Kunde stellt sicher, dass die Nutzung der Plattform durch ihn und seine Nutzer nicht gegen geltendes Recht, Rechte Dritter oder behördliche Anordnungen verstößt.

(3) Zugangsdaten sind geheim zu halten und vor dem Zugriff unbefugter Dritter zu schützen. Verdachtsfälle einer unberechtigten Nutzung sind dem Anbieter unverzüglich mitzuteilen.

(4) Der Kunde darf die Plattform insbesondere nicht missbräuchlich nutzen, nicht mit Schadcode versehen, nicht technisch überlasten, nicht unbefugt testen oder angreifen und keine rechtswidrigen Inhalte übertragen oder speichern.

(5) Soweit dem Kunden eine eigenständige Datensicherung möglich und zumutbar ist, bleibt er hierfür selbst verantwortlich.


§ 9 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Soweit nicht anders vereinbart, wird der Vertrag auf unbestimmte Zeit geschlossen.

(2) Bei monatlicher Abrechnung kann der Vertrag von jeder Partei mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums gekündigt werden.

(3) Bei jährlicher Abrechnung kann der Vertrag von jeder Partei mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit gekündigt werden.

(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn

  • der Kunde trotz Mahnung mit einem nicht unerheblichen Teil der Vergütung in Verzug ist,
  • der Kunde die Plattform erheblich vertragswidrig oder rechtswidrig nutzt,
  • der Kunde entgegen § 1 Abs. 2 und 3 unzutreffende Angaben zu seiner Unternehmereigenschaft gemacht hat.

(5) Kündigungen bedürfen mindestens der Textform, soweit keine Kündigungsfunktion im Kundenkonto bereitgestellt wird.

(6) Nach Vertragsende wird der Anbieter die Kundendaten noch für bis zu 30 Tage zum Export vorhalten, soweit dem keine gesetzlichen Pflichten oder berechtigten Interessen des Anbieters entgegenstehen. Nach Ablauf dieser Frist dürfen die Daten gelöscht werden.


§ 10 Gewährleistung

(1) Es gelten die gesetzlichen Vorschriften mit der Maßgabe dieses § 10.

(2) Der Anbieter übernimmt keine Gewähr dafür, dass die Plattform für die spezifischen Zwecke des Kunden geeignet ist oder mit dessen bestehender IT-Umgebung, Drittsoftware oder individuellen Workflows fehlerfrei zusammenwirkt, sofern dies nicht ausdrücklich vereinbart wurde.

(3) Der Kunde hat Mängel unverzüglich in nachvollziehbarer Form anzuzeigen und den Anbieter bei der Fehleranalyse in angemessenem Umfang zu unterstützen.

(4) Für nur unerhebliche Abweichungen von der vereinbarten oder vorausgesetzten Beschaffenheit bestehen keine Mängelansprüche.


§ 11 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt

  • bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit,
  • bei schuldhafter Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit,
  • nach dem Produkthaftungsgesetz,
  • im Umfang einer übernommenen Garantie.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

(3) Im Fall des § 11 Abs. 2 ist die Haftung des Anbieters der Höhe nach je Schadensfall auf den Betrag der vom Kunden in den letzten 12 Monaten vor Eintritt des schadensauslösenden Ereignisses gezahlten Vergütung begrenzt; bei einer Vertragslaufzeit von weniger als 12 Monaten auf die bis dahin gezahlte Vergütung. Die Haftung für Datenverlust ist zusätzlich auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der bei ordnungsgemäßer und angemessener Datensicherung durch den Kunden eingetreten wäre.

(4) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters ausgeschlossen.

(5) Für die fachliche Verwendung, Validierung und Endredaktion von KI-generierten Inhalten ist allein der Kunde verantwortlich. Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die darauf beruhen, dass der Kunde KI-generierte Inhalte ungeprüft übernimmt, es sei denn, der Anbieter haftet nach Abs. 1 oder Abs. 2.

(6) Die vorstehenden Haftungsregelungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeitenden und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.


§ 12 Datenschutz und Vertraulichkeit

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten im Einklang mit den anwendbaren datenschutzrechtlichen Vorschriften.

(2) Einzelheiten zur Verarbeitung personenbezogener Daten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung sowie gegebenenfalls aus einer gesonderten Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung.

(3) Beide Parteien verpflichten sich, alle ihnen im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis bekannt werdenden vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich zu behandeln und nur für vertragliche Zwecke zu verwenden.

(4) Von der Vertraulichkeitsverpflichtung ausgenommen sind Informationen, die

  • öffentlich bekannt sind oder ohne Verstoß gegen diese Verpflichtung öffentlich bekannt werden,
  • der empfangenden Partei bereits rechtmäßig bekannt waren,
  • rechtmäßig von Dritten erlangt wurden,
  • aufgrund gesetzlicher Vorschriften, gerichtlicher Entscheidungen oder behördlicher Anordnungen offengelegt werden müssen.

§ 13 Änderungen dieser AGB

(1) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, soweit die Änderung

  • aufgrund einer Änderung der Rechtslage oder Rechtsprechung erforderlich ist,
  • aufgrund geänderter technischer, sicherheitsbezogener oder organisatorischer Rahmenbedingungen erforderlich ist,
  • der Anpassung an neue oder geänderte Leistungen oder Funktionen dient,
  • oder ausschließlich klarstellender, redaktioneller oder struktureller Natur ist,

und soweit dadurch das vertragliche Äquivalenzverhältnis nicht wesentlich zu Lasten des Kunden verschoben wird.

(2) Änderungen der AGB werden dem Kunden mindestens 6 Wochen vor ihrem geplanten Inkrafttreten in Textform mitgeteilt.

(3) Änderungen, die Hauptleistungspflichten, Vergütung, Laufzeit oder Kündigungsregelungen wesentlich betreffen, bedürfen einer ausdrücklichen Vereinbarung mit dem Kunden. Preisänderungen richten sich ausschließlich nach § 5.

(4) Widerspricht der Kunde einer nach Abs. 1 mitgeteilten Änderung innerhalb der mitgeteilten Frist, gelten die bisherigen AGB fort. In diesem Fall sind beide Parteien berechtigt, den Vertrag mit einer Frist von 14 Tagen zum Wirksamwerden der angekündigten Änderung außerordentlich zu kündigen, sofern dem Festhalten am unveränderten Vertrag unzumutbare Gründe entgegenstehen.


§ 14 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Berlin, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist oder keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat.

(3) Der Anbieter ist weder verpflichtet noch bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt die gesetzliche Regelung.